Geschichtliches zur Kirche - Glocken

 
Bis zum 1. Weltkrieg befanden sich 3 alte Bronzeglocken im Dachreiter des Kirchturms, gegossen 1879 von der überaus bekannten sächsischen Glockengießerfirma E. R. Kirsch.
Nachdem bereits Orgelpfeifen für Kriegszwecke beschlagnahmt wurden, findet am Johannistag „eine ernste Abschiedsfeier für die 2 beschlagnahmten Glocken“ statt.
Die kleinste Glocke verblieb im Dachreiter.
Am 5. April 1925 (Palmsonntag) fand eine festliche Weihe des neuen Geläutes aus 4 Bronzeglocken der Firma Geithner (Breslau) statt. Diese 4 Glocken wurden von Fabrikbesitzern des Ortes gespendet. Zur Aufhängung dieser Glocken wurde ein provisorischer Glockenturm errichtet, er sollte später durch einen richtigen Kirchturm als Anbau an unsere Kirche ersetzt werden.

Dazu kam es nicht. Im 2. Weltkrieg erfolgte die Beschlagnahme der 3 großen Glocken des Bronzegeläutes.

Ende der 50iger Jahre sollte ein neues Geläut angeschafft werden. Der damalige Rat der Gemeinde lehnte eine öffentliche Sammlung für neue Kirchenglocken ab.
1958 werden aufgrund eingeschränkter Möglichkeiten 3 Hartgussglocken der Firma VEB Glockengießerei Apolda gekauft. Die kleine Bronzeglocke aus dem Geläut von 1925 wird an das Domstift Meißen zum Umschmelzen gegeben.
Bis zum heutigen Tag steht neben der Kirche ein hölzerner Glockenturm, der zur Aufnahme der 3 schwergewichtigen Stahlgussglocken dient.

Mit der grundhaften Instandsetzung der Kirche 2002/ 2003 rät das Landeskirchenamt Dresden dringend, dass historische Bronzegeläut im Dachreiter zu erneuern. Die im Dachreiter verbliebene kleine Glocke von 1879 bekam, dank vielen Spendern, zur Glockenweihe am 21. September 2002, wieder zwei größere Schwestern am alten Platz zur Seite gestellt.
Dieses alte historische Geläut erklang am 6. Oktober 2002 zum Erntedankfest das 1. Mal.